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Eine malerische Woche in den Bergen - Herbstferien Splügen 28. September bis 5. Oktober 2019

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Eine vergnügte Schar, zehn an der Zahl, reiste am Samstag, 28. September im Kleinbus ab Unterägeri nach Splügen. Im altehrwürdigen und geschichtsträchtigen Hotel Bodenhaus wurden wir...
Von Harriet Schmidt
vom Gastgeber Ehepaar Angela und Willi Löschl-Burkhardt willkommen geheissen. Inge Rother erwartete uns zum Mittagessen in der mit prachtvoller Holzdecke geschmückten Essstube.

Auf unserem späteren Rundgang mit Sabine Simmen-Wanner lernten wir die wechselvolle Geschichte des eng gebauten Passdorfes Splügen auf 1457 Meter ü.M. kennen. Wir bewunderten die sonnengeschwärzten Walserhäuser und die stolzen von italienischen Baumeistern errichteten Palazzi. Kein Wunder, wurde Splügen 1995 der Wakker-Preis zugesprochen! Splügen bildet mit den Dörfern Sufers, Medels, Nufenen und Hinterrhein die oberste Talstufe des Hinterrheins, das Rheinwald.

Wandern und mehr

Am Sonntag besuchten wir den Gottesdienst in der romanischen Kirche in Nufenen. Im Dorf wohnen und arbeiten viele Bauernfamilien, die Anfang der 1990 er Jahre auf biologische Landwirtschaft umgestellt haben. Nachmittags ging's per Postauto nach Mädels, wo wir die unter Denkmalschutz stehende Dorfkirche besichtigten. Medels liegt zwischen Splügen und Nufenen und ist sowohl flächenmässig wie bezüglich der Bevölkerung der kleinste Ort im Tal. Am Rhein entlang wanderten wir zurück nach Splügen.
Der Montagvormittag war für einen fakultativen Besuch der Kirche Zillis mit dem berühmten Deckengemälde reserviert. Nach dem Mittagessen wanderten wir auf der Via Spluga nach Sufers, dem Ort, wo sich die Familie Rother besonders heimisch fühlt. Sufers liegt oberhalb des zum Sufnersee gestauten Hinterrheins. Nebst der 841 urkundlich erwähnten Kirche St. Salvator gibt es im Ort ein Hotel, eine Sennerei und einen Dorfladen.
Am Dienstag, 1. Oktober, überraschte uns Alfons Spinas mit einer Schau von Bildern aus dem Rheinwald. Im Rhythmus der Jahreszeiten sahen wir Aufnahmen von Bergblumen, Gämsen, Steinböcken, Murmeltieren und weiteren Naturschönheiten. Herr Spinas pflegt noch heute die Fotografie auf akribische Weise. Der Nachmittag diente einer Wanderung von Hinterrhein nach Splügen.

Da uns Petrus am Mittwoch, 2. Oktober, nicht sonderlich gut gesinnt war, benutzten wir den Tag für die Filmvorführung von "Heidi", insofern bemerkenswert, da Teile der Geschichte oberhalb von Sufers, am Lai da Vons, gedreht wurden. Den Nachmittag füllten wir mit Gesellschaftsspielen, Ausruhen oder Schwimmen im hauseigenen Bad.
Höhepunkt unserer Woche war die Fahrt am Donnerstag über den auf 2114 Meter ü.M. gelegenen Splügenpass nach Chiavenna. Das von der Mera durchflossene Chiavenna befindet sich 17 km nördlich des Comersees. Die Stadt liegt in der italienischen Provinz Sondrio, die der Region Lombardei angehört. Sie ist für den historischen Kern berühmt. Wir begingen die engen Strassen und Gassen und sahen - typisch für den Ort - Häuser mit Balkons, sowie Wappen und Tore aus Speckstein. Wir bewunderten die kunstvollen Brunnen, Zeugen einer vom Handel geprägten Vergangenheit. Auf der Piazza Pestalozzi versammelten wir uns zu einem Imbiss und fühlten uns eins mit der italienischen Bevölkerung. Zurück über den Splügenpass, über die endlosen Kehren, vorbei am Lago d'Isola, an Madesimo, am Lago di Monte Spluga erreichten wir gegen Abend unser Hotel. Eindrücklich waren an diesem prachtvollen Tag die mit Schnee überzuckerten Bergspitzen, wie sie sowohl in der Morgen- als auch in der Abendsonne glänzten.

Am Freitag besuchten wir Hinterrhein, den Ausgangspunkt zum San Bernardino Pass. Da die Gemeinde seit dem Mittelalter von Walsern bewohnt wird, gehört sie zu den Jahrhunderten alten walserdeutschsprachigen Gemeinden des Kantons Graubünden. Elisabeth Stoffel-Hasler machte uns mit der Geschichte des Dorfes bekannt. Wir besichtigten die unter Denkmalschutz stehende reformierte Kirche, die "Ecclesia Santi Petri de Reno". In Hinterrhein, auf 1616 Metern ü.M. gelegen, lebt man zum grössten Teil von der Landwirtschaft. Im Sommer werden die rund 100 Ziegen durch das Dorf auf die Weide getrieben. Milch und Fleisch werden zu Bioprodukten verarbeitet. Im "Bachhuus-Chäller" der Familie Christine und Johann Egger sassen wir im ehemaligen Ziegen- und Schafstall, originalgetreu ausgebaut, und kosteten selbst gemachten Käse und feines Räucherfleisch.

Nach dem Nachtessen versammelten wir uns jeweils zum Innehalten zu einem Tagesschluss. Diese gemeinsamen Zeiten - übrigens auch morgens - mit dem besinnlichen Tagesbeginn mit Texten und Liedern - wurden von Inge Rother eindrücklich gestaltet. Sie bildeten eine Oase der Stille in unserer geschäftigen Gemeinschaft. Peter Schinz erfreute uns jedes Mal mit seinem Spiel auf seiner selbst gebauten Panflöte.

Gestärkt, belebt und köstlich bewirtet vom Gastgeberpaar des Hotels Bodenhaus traten wir am Samstag, 5. Oktober, unsere Heimreise an. Herr Kälin von der Firma Albisser fuhr uns sicher zurück ins Ägerital.
Inge Rother danken wir für eine erlebnisreiche und sorgfältig gestaltete Ferienwoche in Splügen. Unser Dank geht auch an Margrit Wiederkehr, unsere Pflegefachfrau und Begleitperson. Beide Frauen bewiesen sich als ein gut aufeinander eingespieltes Team. Reich beschenkt werden wir das Bergdorf und die ganze Gegend in unser Herz schliessen.
Herbstferienwoche 2019
09.10.2019
125 Bilder
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Fotografin
Reformierte Kirche
Bezirk Ägeri

Seestrasse 71, 6314 Unterägeri
RotherInge9340a-Email
Verantwortlich: Inge Rother
Bereitgestellt: 17.10.2019
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