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4 (mögliche) Entwicklungsrichtungen für die Kirche

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Die fortschreitende Digitalisierung der Gesellschaft betrifft auch die Kirche. Zunehmend suchen
Menschen gezielt nach spirituellen und rituellen Möglichkeiten. Ihre persönlichen Bedürfnisse und Vorstellungen stehen dabei im Zentrum.
Juerg Rother,
Graphik 4 Entwicklungen

Anmerkungen zur Graphik im Chilegüggel

Diese Graphik wurde auf unsere momentane kirchliche Situation übertragen. Ursprünglich wurde diese Graphik für den „Care-Bereich“ entworfen. Dort geht es um die zukünftigen Ausrichtungen im Pflegebereich. Es lohnt sich sicherlich, die Entwürfe im Kontext der „Kirche mit Zukunft“ zu denken und allenfalls entsprechende Projekte in Betracht zu ziehen.



Status Quo – Kirche

Die Kirche verhält sich weiterhin wie gehabt. Sie hält an der Grundhaltung ihrer Angebote fest und geht davon aus, dass ihre Dienstleistungen qualitativ gut und ausreichend sind. Weiterhin wird über traditionelle Kommunikationskanäle informiert und die Kirche geht davon aus, dass ihre Mitglieder sich bei Bedarf melden.
Der Mitgliederschwund und die sinkende Präsenz in den Sonntags-Gottesdiensten werden zwar bedauert, aber lösen keine grundsätzlichen neuen Formen aus.

Kirche in Beziehung

Bei dieser Neuausrichtung ist die Kirche unterwegs zu ihren Mitgliedern. Die neuen Bedürfnisse der Mitglieder stehen im Zentrum und bilden die Grundlage des Umganges mit personellen und finanziellen Ressourcen der Kirchgemeinde. Zunehmend bemüht sich die Kirche darum, „nachfrageorientierte Angebote“ zu entwicklen. In der Zürcher Kirche laufen zur Zeit diverse Workshops in dieser Richtung. Dabei geht es auch um sogenannte start ups innerhalb der bestehenden Kirchgemeinde. Traditionelle Arbeitsbereiche haben nicht mehr Vorrang, sondern es werden gezielt neue spirituelle Begegnungsformen gesucht und entwickelt.

„Uber Kirche“

Eine für mich nicht erwünschte Entwicklung hin zu einer Kirche bei Bedarf. Analog zur Entwicklung im Taxi und Unterkunftsbereich werden kirchliche Dienste abgerufen, wenn der persönliche Bedarf besteht. Eine solidarische Mitgliedschaft würde damit obsolet und nur noch die nachgefragte Leistung finanziell abgegolten. Vorstellbar wäre eine solche Entwicklung bei einer drastisch veränderten finanziellen Situation der reformierten Landeskirche. Beispielsweise würde sich dann bei der Pfarramts-Telefonnummer die künstliche Stimme melden: Bei Fragen zur Taufe – drücken sie bitte die 1, bei Fragen zur Bestattung drücken sie die 2, bei Fragen zur Trauung drücken sie die 3, für alle weiteren Fragen zu Seelsorge und kirchlichen Diensten drücken sie die 4.“

„Big Doctor Kirche“

Geht eigentlich nicht. Da zur Zeit die technologischen Voraussetzung dafür nicht gegeben sind. Im Pflegebereich geht diese Sicht der Entwicklung dahin, dass Menschen per Chip laufend medizinische Daten senden. Sobald eine ausserordentliche Meldung eingeht, wird eine medizinische Leistung ausgelöst. Da der Chip sowohl medizinische Daten als auch Standort Informationen liefert, wird die Hilfe entsprechend des Standortes ausgelöst unabhängig einer durch die Person ausgelösten Hilfe-Anfrage. Die Fantasie dahinter ist die Ansicht, dass damit präventiv medizinische Notfälle verhindert werden können.

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Reformierte Kirche
Bezirk Ägeri

Seestrasse 71, 6314 Unterägeri
Jürg
Verantwortlich: Juerg Rother
Bereitgestellt: 05.05.2018
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