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Leben mit - in - für die Kirche: DAS INTERVIEW

Simon und Reto<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-aegeri.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>6</div><div class='bid' style='display:none;'>348</div><div class='usr' style='display:none;'>6</div>
Simon Gloor (links im Bild) und Reto Schönenberger - zwei langjährige Teamstützen im Sommerlager. Gleichzeitig sind Simon und Reto Teil des weltweit drittbesten Curlingteams in der Kategorie Junioren. Ein für mich sehr spannende Begegnung mit zwei jungen Männern, die bereit sind, in und für unsere Kirchgemeinde ihre Zeit und Fähigkeiten einzusetzen und daneben eine Spitzensportkarriere zu leben.
Jürg Rother,
jr: Ihr beide, Reto und Simon, habt ja eine sehr lange SoLa-Erfahrung. Wie hat das eigentlich angefangen?

R: Ich bin via Simon zum SoLa gekommen. Wir waren bereits in der Primarschule befreundet, und mich hat das angesprochen, zelten und draussen sein und etwas Abenteuer.

S: Suzie Badenhorst war meine Religionslehrerin und hat natürlich für das SoLa geworben. Da ich auch am Kindertreff teilgenommen hatte, war die Teilnahme im SoLa eine logische Fortsetzung, und zudem wurde das SoLa zum Jahreshöhepunkt - auch für den Kindertreff.

jr: Wiederum habt ihr dann ins Team gewechselt, wie war das für euch und eure neue Rolle?

S: Nach meiner Erinnerung lief das recht automatisch. Wir wurden Mini-Leiter I, dann II, dann III. Gleichzeitig lernte ich, immer mehr Verantwortung zu übernehmen und mit 18 war ich dann Teil des Teams.

R: Mir ist erst später bewusst geworden, welche Entwicklungsschritte ich gemacht habe. Ich habe gemerkt, welche Rollen- und Führungskompetenz hinzugekommen ist.

jr: Gibt es für euch herausragende Erfahrungen oder Erlebnisse als Teammitglieder?

R: Auf Stufe ‚Team‘ wird es für mich schon das fünfte Lager. Für mich ist es eine ganz spezielle Woche im Jahresverlauf, ein emotionales Highlight. Es gibt nicht einzelne Erfahrungen oder Erlebnisse, für mich ist es die Summe des Ganzen, die ‚Es‘ ausmacht.

S: Stimmt, für mich sind es auch die vielen kleinen Erfahrungen, die das grosse Ganze ausmachen. Ich würde sagen, es ist für mich das Wissen um das Gute der Summe.

jr: Was ist euch in eurer Teamrolle ein spezielles Anliegen?

R: Im Team gibt es nicht eine grundsätzliche Spezialisierung für gewisse Themen. Mir ist es wichtig, meine Erfahrungen an jüngere Teamler weitergeben zu können, damit dieses Wissen nicht verloren geht.

S: Die Planung für das SoLa `18 hat schon längst begonnen. Mir ist wichtig, dass wir ein Thema wählen, mit dem wir klare Werte vermitteln können. Zudem möchte ich auch mein Wissen weitergeben.

jr: Simon, du bist mit deiner Familie reformiert verwurzelt. Deine Familie, Reto, ist Teil der katholischen Kirche. Wie wichtig ist euch, in einem kirchlichen Projekt involviert zu sein?

S: Der kirchliche Teil ist für mich je länger desto wichtiger geworden. Es ist mir wichtig, thematische Hintergründe zu kennen und christliche Werte zu vermitteln, und zwar nicht nur in der Andacht.

R: Es ist einfach cool. Mir ist der kirchliche Hintergrund wichtig. Einfach mit ein paar Kindern zelten und im Wald herumrennen würde nicht meinen Werten entsprechen. Bereits in der Planung schauen wir deshalb gezielt darauf, welche Inhalte wir vermitteln möchten.

jr: Wir sind stolz auf euch, Simon und Reto. Ihr seid Teil des weltweit drittbesten Curlingteams in der Kategorie Junioren und auch auf nationaler Ebene gehört ihr zur Spitze. Wie geht SoLa-Team und Spitzensport zusammen?

S: Das SoLa tangiert unsere Saison zum Glück nicht. Für mich ist es toll, etwas ganz anderes neben dem Sport zu haben. Ein anderes soziales Umfeld auch. Im Team sind wir über Monate sehr eng zusammen und dieses „andere“ tut gut.

R: Es ist erstaunlich, wie das parallel läuft. Wir kommen gerade aus der Sport-Rekrutenschule. Das bedeutet, dass wir seit Oktober bis auf wenige Tage immer zusammen waren als Team.

S: Genau - deshalb tut es gut, wieder etwas ganz anderes zu machen und sich auf andere Dinge und Fragen einzulassen.

R: Es ist ein SoLa pro Jahr. Sechs SoLa’s wären dann sicher zu viel. Aber in dieser Einzigartigkeit ist es für mich sehr wichtig.

jr: Profitiert das SoLa von eurem Spitzensport oder profitiert das Curlingteam von eurer SoLa-Erfahrung?

S: In beidem geht es um steigende Verantwortung. Es geht darum, mit Druck umgehen zu können. In beiden Bereichen geht es aber auch darum, dass ich mich selber bin. Die Arbeit mit den Kindern kann ja auch ein wichtiger Schritt für mein weiteres Leben sein. Lernen, auch Grenzen zu setzen, halte ich für ein wichtiges Übungsfeld.

R: Beides hat mich beeinflusst. Sozialkompetenz und Teamfähigkeit sind in beiden Bereichen entscheidend. Ich würde sagen, dass Druck im Sport natürlich das grössere Thema ist. Aber Disziplin ist in beiden Teamsituationen zentral.

jr: Eine letzte Frage. Warum lohnt es sich für einen jungen Menschen, sich im Team des SoLa’s der reformierten Bezirkskirchgemeinde Ägeri zu engagieren?

S: Ich würde ihm sagen: Die Team-Werte zu erleben, die Gemeinschaft im Team und insgesamt, Teil davon zu sein, erleben, dass etwas Grosses zustande kommt, Kollegen und Freunden fürs Leben zu begegnen und in den Augen der Kinder die Freude und die Begeisterung zu sehen. Ja, dafür lohnt es sich auch für mich, mich zu engagieren.

R: Das SoLa gibt extrem viel zurück. Es mag sein, dass jemand die wirkliche Bedeutung erst später erkennt. Vorbild sein für Kinder und andere ist ein sehr gutes Gefühl. Diese Erfahrungen werden zu Begleitern im Leben. Die Bedeutung des SoLa im eigenen Leben setzt auch die Prioritäten im Umgang mit Zeit.

S & R: Der Regenbogen der Angebote und Möglichkeiten der reformierten Kirche Ägeri hält diese in Schwung.

jr: Herzlichen Dank, Simon und Reto!
Simon Gloor & Reto Schönenberger
zwei langjährige Teamstützen im Sommerlager und gleichzeitig Teil des weltweit drittbesten Curlingteams Junioren
20.04.2018
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Fotograf/-in
Melvin Werthmüller
Reformierte Kirche
Bezirk Ägeri

Seestrasse 71, 6314 Unterägeri
Verantwortlich: Cornelia Huonder
Bereitgestellt: 23.04.2018
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